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Nach Wahl in Litauen zeichnet sich ein Machtwechsel ab

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Nach Wahl in Litauen zeichnet sich ein Machtwechsel ab

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Nach der ersten Runde der Parlamentswahl in Litauen zeichnet sich ein Machtwechsel ab. Laut Nachwahlbefragungen wird die Arbeitspartei mit zwanzig Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Etwas dahinter kommen die Sozialdemokraten, ein möglicher Bündnispartner.

Erst auf Platz drei liegen mit siebzehn Prozent die bisher regierenden Konservativen, die Vaterlandsunion. Sie wurden offenbar wegen ihres Sparkurses abgestraft, hoffen aber noch auf eine Trendwende im zweiten Wahldurchgang in zwei Wochen.

Auch die neugegründete Partei Weg des Muts und die Partei für Ordnung und Gerechtigkeit schafften der Wählerbefragung zufolge den Sprung über die Fünfprozenthürde. Die Wahlbeteiligung betrug laut Wahlkommission über fünfzig Prozent – deutlich mehr als bei den vergangenen Wahlen.

Die Litauer sollten ebenfalls abstimmen, ob sie ein neues Kernkraftwerk haben wollen – eine klare Mehrheit von gut sechzig Prozent will das geplante Kraftwerk Visaginas jedoch nicht. Das Ergebnis der Volksbefragung ist für die Regierung aber nicht bindend.