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Pléiades-Satellit: Eine neue Dimension

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Pléiades-Satellit: Eine neue Dimension

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Paris. Sie sehen hier jeden einzelnen Metallträger des Eiffelturms. Dieses Bild wurde allerdings aus 694 km Höhe aufgenommen, von einem Satelliten namens Pléiades 1.

Hier der Turm in Tokyo. Die Präzision ermöglicht, einzelne Details bis auf 50 Zentimeter genau zu unterscheiden. Eine Leistung, zu der bisher nur militärische Sateliten in der Lage waren.

Dieses Dokument zeigt die Kopie der ersten Eindrücke, die Pléiades vor einem Jahr erfasste.

Sein Zwillingsbruder, namens Pléiades 2, steht kurz vor der Fertigstellung bei Astrium in Toulouse. Von dort aus geht es für ihn nach Kourou in Französisch-Guayana. Am 1. Dezember soll er in die Umlaufbahn gebracht werden. Es ist ein Dual Satellit, der sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden kann.

“Dieser Satellit ist extrem beweglich, er kann Bilder in einem Überflug aufnehmen, wie sie hier sehen. Verschiedene Segmente werden in einem Überflug aufgenommen, was dem Satelliten einen weiteren Blickwinkel gibt. Bei mehreren Überflügen über einen Bereich, entstehen Eindrücke aus verschiedenen Blickwinkeln, was eine 3-D Nachbildung des Bereichs möglich macht.”

Ein Beispiel: Sowohl das Eis auf den Bergen der Antarktis ist sichtbar als auch ihr dreidimensionales Relief.

Die beiden Pléiades Satelliten fertigen zusammen täglich 1200 Bilder der Erde an.

“Das wird es uns möglich machen, Programme zu entwickeln, um die Umwelt zu beobachten, die Gletscherschmelze zum Beispiel. Oder Krisenmanagement-Programme.”

Diese Ansicht identifiziert die verschiedenen Brandherde illegal gelegter Feuer. In schwarz sind die vernichteten Waldflächen gekennzeichnet.

Schließlich ein Bild des Flughafens von Rio, das sich alle 10 Sekunden aktualisiert. So ist es fast möglich ein Live-Geschehen zu verfolgen.