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Unabhängigkeit Schottlands: Weg frei für Volksabstimmung

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Unabhängigkeit Schottlands: Weg frei für Volksabstimmung

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Die Schotten dürfen ein Referendum über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich abhalten. Der britische Premierminister David Cameron und der Chef der schottischen Regionalregierung Alex Salmond unterzeichneten in Edinburgh ein entsprechendes Abkommen. Demnach sollen die Schotten in zwei Jahren darüber entscheiden, ob sie ein eigenständiges Land werden oder im Königreich verbleiben wollen.

Der britische Premierminister David Cameron sagte, “Wir beenden die Unsicherheit. Wir klären endgültig, wo Schottland hingehört. Entweder ist sein Platz im Vereinigten Königreich, was ich hoffe, oder das Land trennt sich von uns. Diese einfache Frage war für mich immer die Lösung.”

Der Chef der schottischen Regionalregierung, Salmond, hatte immer wieder erklärt, er wolle Schottland abspalten. Nach der Unterzeichnung des Abkommens sagte er, “Glaube ich daran, dass die Anhänger der Unabhängigkeit das Referendum gewinnen? Ja, das tue ich. Wir werden dadurch gewinnen, dass wir die Vision einer besseren wirtschaftlichen und sozialen Zukunft für unser Land entwickeln. Diese Idee von einer wohlhabenden und wettbewerbsfähigen Gesellschaft, die zuversichtlich ihren Weg geht, ist es, die am Ende den Sieg davontragen wird.”

Meinungsumfragen zufolge unterstützen nur 30 bis 40 Prozent der Schotten die Unabhängigkeit. Der Landesteil besitzt seit 13 Jahren ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen. Bei der Schlacht von Bannockburn erkämpften die Schotten vor 700 Jahren gegen die Engländer ihre Unabhängigkeit. Beide schlossen sich später zum Vereinigten Königreich zusammen.