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Kolumbianische Friedensverhandlungen in Oslo verzögern sich

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Kolumbianische Friedensverhandlungen in Oslo verzögern sich

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Die Friedensverhandlungen zwischen Kolumbiens Regierung und den Aufständischen der FARC-Bewegung verzögern sich. Von keiner der beiden Seiten sind bisher Vertreter in Oslo angekommen.

In der norwegischen Hauptstadt sollten die Gespräche schon gestern beginnen. Möglicherweise treffen die Delegationen nun heute nachmittag ein; auch vom norwegischen Außenministerium gibt es dazu aber keine Auskünfte.

Als Begründung für die Verzögerung ist zum einen die Rede von schlechtem Wetter, das die Abreise aus Kolumbien erschwert. Zum anderen haben die Rebellen offenbar Befürchtungen wegen internationaler Haftbefehle; sie warten noch auf zugesagte Dokumente, die sie vor einer Festnahme
in Europa schützen sollen.

Die Gespräche sind der vierte Versuch seit 1984, den jahrzehntealten Konflikt zu beenden. Die letzten Verhandlungen scheiterten vor zehn Jahren. Seit den sechziger Jahren bekämpft die streng links ausgerichtete FARC den kolumbianischen Staat. Ihre Schlagkraft hat zuletzt aber stark nachgelassen; etliche Anführer wurden getötet oder verhaftet.