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Weltweit leidet eine Milliarde Menschen Hunger

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Weltweit leidet eine Milliarde Menschen Hunger

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Nachhaltiges Wachstum für menschliche Entwicklung ist das zentrale Thema der diesjährigen European Development Days in Brüssel. Die Veranstaltung bietet staatlichen Akteuren sowie unabhängigen Organisationen eine Plattform für den Austausch von Ideen. Dabei geht es insbesondere um nachhaltige Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und um Entwicklungsfragen. “Um die Produktivität zu steigern, brauchen wir technisches und berufliches Training”, so der Staatschef von Mozambik, Armando Emilio Guebuza. “Wir müssen lernen, Saatgut besser zu nutzen, wir wissen zu wenig über Bewässerung und darüber, wie Verluste zur Erntezeit und danach eingeschränkt werden können.” Im Kampf gegen den Hunger stellt die Europäische Union pro Jahr eine Milliarde Euro an Hilfen zur Verfügung. Stimmen die Mitgliedsstaaten zu, werden es im künftigen Haushalt 20 Prozent mehr sein. Weltweit leidet eine Milliarde Menschen Hunger. “Niemand stellt die Notwendigkeit höherer Entwicklungshilfen infrage”, meint Entwicklungskommissar Andris Piebalgs. “Es geht vielmehr darum, welchen Anteil die EU vergibt und welche Anteile die Mitgliedsstaaten.” Die Nahrunsmittelpreise sind in den vergangenen Monaten in die Höhe geschossen, die Vereinten Nationen warnten bereits vor einer Hungernot. “Neben dem Thema Lebensmittelsicherheit debattieren tausende Delegierte auch über die Rolle des Privatsektors und über eine Stärkung der Zivilgesellschaft”, ergänzt unsere Korrespondentin Isabel Marques da Silva. “Außerdem werden die Berichte über Katastrophen und Hungersnöte vorgestellt.”