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Wut über neue Einsparungen in Portugal

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Wut über neue Einsparungen in Portugal

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Viele Portugiesen haben es satt: Sparen, sparen, sparen, und dann legt die Regierung jetzt auch noch
den Haushaltsentwurf für das nächste Jahr vor – mit noch einmal milliardenschweren Steuererhöhungen querbeet. Am Abend fanden sich deshalb rund zweitausend Demonstranten vor dem Parlament in der Hauptstadt Lissabon ein.

Die Einkommenssteuer steigt demnach für Arme wie
für Reiche, und obendrauf kommt dann noch einmal ein Zuschlag. Andere Steuern steigen ebenfalls, dafür wird beim Arbeitslosengeld oder bei der Rente gekürzt. Gut vier Milliarden Euro sollen die neuen Steuern dem Staat bringen.

Portugal hat bereits hohe Milliardenhilfen in Anspruch nehmen müssen. Trotzdem steckt es tief in der Rezession, die Arbeitslosigkeit liegt mit fast sechzehn Prozent auf Rekordniveau.

Portugals Wirtschaftsprobleme verzögern die
Sanierung der Staatsfinanzen: Die Geldgeber mussten die Sparziele für dieses und nächstes Jahr lockern; der Sanierungsplan wurde um ein Jahr bis 2014 verlängert.