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Griechenlands Selbständige: "Wer überleben will, muss gehen"

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Griechenlands Selbständige: "Wer überleben will, muss gehen"

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In Athen haben Ärzte, Journalisten und Anwälte an diesem Mittwoch wegen geplanter neuer Sparmaßnahmen gestreikt. Viele Krankenhäuser boten nur einen Notdienst, in Radio und Fernsehen liefen keine Nachrichten. Die Regierung will weitere 31,5 Milliarden Euro einsparen. Schon jetzt, so sagen die Streikenden, seien die ständigen Steuererhöhungen und Gehaltskürzungen fatal. Gerade für Selbständige.

Der Präsident der Athener Ärztekammer meint: “Junge Wissenschaftler müssen Griechenland verlassen, um zu überleben. Hier werden sie ab dem ersten Cent mit 35 Prozent besteuert, und sie finden ohnehin keinen Job.”

Bei einer weiteren Kundgebung protestierten auch Werft- und Bauarbeiter sowie Stahlkocher gegen die Sparpolitik. Vor dem Arbeitsministerium machten sie ihrem Unmut Luft. Außerdem wollen an diesem Donnerstag Beamte und Angestellte von Banken, der Post und der Eisenbahn für 24 Stunden streiken. Das wird laut Gewerkschaften erhebliche Verspätungen und Behinderungen nach sich ziehen.