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Kolumbiens Regierung und FARC am Verhandlungstisch in Oslo

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Kolumbiens Regierung und FARC am Verhandlungstisch in Oslo

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Vertreter der Regierung und die linksgerichteten Rebellen sollen heute wie geplant ihre Friedensverhandlungen in Oslo beginnen. Daran hatte es zuletzt Zweifel gegeben, nachdem die Delegation der FARC am Wochenende nicht zu Vorgesprächen erschienen war.

Es ist ein weiterer Anlauf, den jahrzehntelangen blutigen Konflikt in Kolumbien zu beenden. Dennoch zeigt sich die Delegation der Regierung diesmal optimistisch:

Verhandlungsführer Humberto de la Calle Lombana
meint, “wir haben keine falschen Erwartungen. Denn wir denken, dass grundlegende Voraussetzungen da sind, um Hoffnung zu haben. Und hoffentlich kommen wir mit guten Nachrichten nach Kolumbien zurück.”

Auf Seiten der FARC wird zu einem späteren Zeitpunkt auch die Niederländerin Tanja Nijmeijer dabei sein. Sie soll das militante Image der Rebellen aufpolieren und die Aufmerksamkeit der internationalen Medien auf sich ziehen. Allerdings wird sie von den USA per internationalem Haftbefehl gesucht. Sie hatte sich aus Protest gegen die soziale Ungleichheit in Kolumbien dem bewaffneten Kampf angeschlossen.

Die nächste Verhandlungsrunde findet dann mit ihr in Kuba statt. Wann, ist noch unklar.