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Russischer Kremlkritiker unter Hausarrest

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Russischer Kremlkritiker unter Hausarrest

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Ein erneuter Schlag gegen die russische Opposition: Kremlkritiker Sergej Udalzow ist unter Hausarrest. Russische Spezialeinheiten führten ihn am Morgen aus seiner Wohnung zu einem Verhör ab. Dem Oppositionsmitglied wird Anstiftung zu Massenunruhen vorgeworfen. Udalzow drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Die Polizei stützt sich auf geheime Aufzeichnungen zwischen dem Putin-Gegner und einem georgischen Politiker: Demnach soll der Aktivist einen Staatsstreich planen, wie ein kremlnaher Sender berichtete. Udalzow bestreitet die Vorwürfe.

Wladimir Markin, ein Sprecher der Polizei, warnte: “Alle, die in einem Land Chaos und Terror anrichten und das Leben von Menschen auf’s Spiel setzen und denken, das bleibt ohne Konsequenzen, denen sei gesagt: Sie wissen nicht, wie professionell unsere Spezialeinheiten arbeiten und sie kennen weder unser Recht noch unsere Strafgesetze.”

Neben Udalzow wurden gegen mindestens zwei weitere Oppositionelle Ermittlungen aufgenommen.

Der linksradikale Oppositionsführer organisierte in der Vergangenheit mehrere Proteste gegen die russische Regierung. In den Augen von Regimekritikern ist der Hausarrest eine weitere Maßnahme des Kremls, die Opposition in Russland mundtot zu machen.