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So schmutzig ist unser Geld


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So schmutzig ist unser Geld

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Geld stinkt nicht, so heißt es. Das ist wohl auch richtig, aber sauber ist es deshalb auf keinen Fall. Laut einer neuen britischen Studie kann uns das Geld krank machen. Eine von zehn Bankkarten weißt Spuren von Fäkalien auf. Und an einer von sieben Banknoten haften Bakterien, die man so auch in einer schmutzigen Toilettenschüssel findet.
Wie kommt das? Es sind unsere Hände, oder besser gesagt die Hände der Menschen, die sie nicht waschen. Das haben Wissenschaftler der Queen Mary Universität in London herausgefunden.

Dr. Ronald Cutler, Queen Mary Universität London:
“Wir haben in unterschiedlichen Teilen Großbritanniens die Pfundnoten von Freiwilligen untersucht, wir haben ihre Kreditkarten untersucht und ihre Hände. Und wir haben versucht herauszufinden, wie sie es mit ihrer Handhygiene halten und wie sich diese auf den Zustand ihrer Banknoten und Kreditkarten auswirkt.”

Das Ergebnis: Nur 39 Prozent der Testpersonen waschen ihre Hände vor dem Essen. 91 Prozent erklärten, dass sie ihre Hände nach dem Gang zur Toilette waschen würden. Die hohe Anzahl von Fäkalorganismen auf den Geldscheinen und Kreditkarten lässt jedoch anderes vermuten.

Der Test funktioniert recht einfach. Einen Abstrich von einer Banknote nehmen und diesen in einer Petrischale platzieren. Nach 24 Stunden erkennt man die Bakterienkolonien.

Dr. Ronald Cutler, Queen Mary Universität London:
“Es finden sich Stoffe, die Medikamentenresistenz, Wundinfektionen, Diarrhö und Erbrechen auslösen. Kolibakterien kennen wir alle, die Kolibakterie E157 ist bekannt als Terror-Organismus. Die haben wir zwar nicht hier, aber wir haben Kolibakterien auf einigen Scheinen, Karten und natürlich auf den Händen der Menschen gefunden.”

Es gibt eine Lösung: Händewaschen. Wer sich die Hände mit Seife wäscht, reduziert das Risiko einer Infektion mit Diarrhö um bis zu 42 Prozent.

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