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UN: Ausland heizt Krieg im Kongo an

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UN: Ausland heizt Krieg im Kongo an

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Seit April dieses Jahres kämpfen die Rebellen der “Bewegung 23. März” in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu gegen die Regierungsarmee. Es herrschen Flucht und Vertreibung, im Juli kam bei einem Angriff der Rebellen auch ein UN-Blauhelm ums Leben. Unterstützt werden die Aufständischen bei ihrem Kampf offenbar von Ruanda und Uganda. Das geht aus einem neuen Bericht des UN-Sicherheitsrats hervor.

So hätten ruandische Behörden aktiv an der Bildung der Rebellengruppe in Nord-Kivu mitgewirkt, während Uganda dem politischen Arm der Bewegung in der Hauptstadt Kampala Aktionsräume zur Verfügung gestellt habe.

Die Rebellenchefs Bosco Ntaganda und Sultani Makenga erhielten ihre Anweisungen direkt von der ruandischen Armee und vom dortigen Verteidigungsministerium. Ruanda wie auch Uganda haben jegliche Verwicklung in den Nord-Kivu-Krieg stets abgestritten. Ugandas Armeesprecher stellte nun die im Bericht angeführten Belege in Frage. Und ein ehemaliger Diplomat aus Ruanda meinte, die UN verfolgten eine politische Agenda, die nichts mit den Fakten zu tun habe.