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"25 Jahre arabische Kreativität" in Paris

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"25 Jahre arabische Kreativität" in Paris

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Zur Feier des 25-jährigen Jubiläums des Instituts der arabischen Welt in Paris, stellen dort 40 bekannte Künstler verschiedener Generation aus der arabischen Welt ihre Werke aus.

Von der arabischen Kunst zu sprechen ist unmöglich – was in Marokko entsteht ist mit der Kunst aus Bahrain ebenso wenig zu vergleichen, wie Bahrainer Kunstwerke mit denen aus dem Oman. Die Künstler haben unterschiedliche Hintergründe, unterschiedliche Erfahrungen. Und das, obwohl wir von einem geographischen Gebiet sprechen.

Mona Khazindar, Direktorin des Instituts:
“Diese arabischen Künstler kommen alle aus einer bestimmten Region, sie haben ihre eigenen visuellen Traditionen, ihre eigenen Farben, ihre eigenen Zeichen. Und sie alle reisen, sie sind global. Das sind Ausprägungen, die sie mit dieser ästhetischen Tradition kombinieren. Und natürlich spielen die Globalisierung und der Austausch mit anderen Künstlern auf der ganzen Welt mit in ihre Werke hinein.”

Unter den Künstlern ist auch der Libanese Nadim Karam. Sein künstlerisches Schaffen ist unmittelbar inspiriert worden durch den Bürgerkrieg im Libanon. Seine Installationen mit dem Titel “Closets & Closets” sind eine Metapher für die Träume und den Krieg im mittleren Osten.

Nasser Khalili besitzt die weltweit größte Sammlung islamischer Kunst, mit insgesamt rund 20.000 Stücken. Der Kunstsammler ist gleichzeitig Goodwill-Botschafter der UN.

Nasser Khalili:
“Die Schönheit der islamische Kunst liegt in ihrer Vielseitigkeit. Der Islam hat die halbe Welt erobert, und es war jedesmal eine Verschmelzung der Kulturen, die er den einzelnen Länder gebracht hat. Nicht viele Nationen können das von sich behaupten. Wenn sie sich einige Kunstwerke hier anschauen, die von arabischen Künstler auf der ganzen Welt geschaffen wurden, dann wird ihnen mehr denn je bewusst, dass Kunst zeitlos ist.”

Die Ausstellung “25 Jahre arabische Kreaitivität” kann im Institut der arabischen Welt in Paris noch bis Anfang Februar besucht werden.