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Geldnot macht erfinderisch: Sponsor aus dem horizontalen Gewerbe

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Geldnot macht erfinderisch: Sponsor aus dem horizontalen Gewerbe

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Das Geld war knapp für die Fußballer von Voukefalas Larissa. Deswegen begab sich die Mannschaft auf Sponsorensuche. Und wurde fündig. Eine Bordellbetreiberin greift dem Team finanziell unter die Arme – neue Trikots in schweinchen-rosa gab es dazu. Auf ihnen prangen die Schriftzüge zweier Freudenhäuser. Diese Partnerschaft sorgte für Aufregung in Griechenland. Und für Empörung. Zum großen Unverständnis der Gönnerin:

“Es gibt Werbung für Sportwetten und verschiedene Lotterien – ist das etwa nicht Glücksspiel? Dieser Sponsor hat sie also gestört. Vergessen Sie es. Das ist Doppelmoral. Die Leute, die sich darüber aufregen, sind einfach nur scheinheilig”, sagt Soula Alevridou.

Doch die finanzielle Unterstützung ist nur die eine Seite der Abmachung mit der Sponsorin. Denn es gibt gewissermaßen noch eine Extraprämie:

“Frau Soula hat den Spielern eine besondere Nacht in einem ihrer Etablissements versprochen, falls sie gewinnen sollten. Daraus wurde noch nichts. Aber die Verabredung gilt auch für nächste Woche.”

Sein Ziel, den Spielbetrieb mit frischen finanziellen Mitteln aufrechtzuerhalten, hat der Club zunächst einmal erreicht. Die Aufmerksamkeit internationaler Medien gab es gratis dazu. Geldnot macht eben erfinderisch. Rechtlich bekommen die Kicker von Voukefalas Larissa zumindest kein Problem. Denn Prostitution ist in Griechenland legal.