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Konjunktur lahmt auch im Reich der Mitte

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Konjunktur lahmt auch im Reich der Mitte

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Chinas Wachstum verlangsamt sich weiter. Im dritten Quartal legte die Konjunktur nur mehr um 7,4 Prozent zu – das ist die niedrigste Wachstumsrate seit fast vier Jahren. Vor allem die immer schwächere Binnennachfrage macht Peking zu schaffen, aber auch die Exporte gehen wegen der europäischen Schuldenkrise und der schwachen US-Wirtschaft immer weiter zurück.

Insgesamt verlangsamt sich die chinesische Konjunktur bereits seit sieben Quartalen in Folge. Im ersten Quartal 2012 wuchs sie noch um 8,1 Prozent, im zweiten Vierteljahr nur mehr um 7,6 Prozent. “Das Problem ist”, meint Analyst Patrick Chonavec, “dass die chinesische Wirtschaft seit 30 Jahren darauf abzielt, mit Geld aus dem Budget die Investitionen und die Produktion anzukurbeln. Tatsächlich wäre es besser, diese Gelder wieder dem Haushalt zuzuführen.”

China galt lange Zeit als letzter Wachstumsmotor für die lahmenden Volkswirtschaften der Welt. Das langsamere Wachstum im Reich der Mitte betrifft nun auch die Eurostaaten, die von der starken Nachfrage aus Fernost profitierten. In den letzten 30 Jahren lagen die chinesischen Wachstumsraten im Schnitt bei rund 10 Prozent.