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Kreml geht erneut gegen Kritiker vor

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Kreml geht erneut gegen Kritiker vor

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Die russische Führung ist erneut gegen Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin vorgegangen.

Oppositionsführer Sergej Udalzow war vorübergehend von Sondereinheiten aus seiner Wohnung in Moskau zu einem Verhör abgeführt worden.

Der 35-Jährige, dem Anstiftung zu Massenunruhen vorgeworfen wird, sagte dazu:“Ich habe die Anschuldigungen bestritten. Mit der Realität hat das ja gar nichts mehr zu tun! Das entstammt doch kranken Hirnen, sich solche Beschuldigungen auszudenken. Noch mal: Ich habe nie Kontakt, weder mit westlichen, noch georgischen Geheimdiensten gehabt oder von dort irgendwelche Instruktionen oder gar Geld empfangen. Als Opposition setzen wir auf friedliche Methoden, nicht auf Gewalt und Blutvergießen.”

Das russische Staatsfernsehen hatte zuvor einen Bericht über eine angebliche Verschwörung gesendet. Nach stundenlangem Verhör wurde Udalzow am Abend gegen Auflagen wieder freigelassen. Befürchtungen, dass der Anführer der Anti-Putin-Aktivisten in Untersuchungshaft komme, bestätigten sich damit zunächst nicht.

Im Falle einer Verurteilung drohen Udalzow aber bis zu zehn Jahre Haft.