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Proteste vor neuer nordirischer Abtreibungsklinik

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Proteste vor neuer nordirischer Abtreibungsklinik

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Unter Protest ist in Belfast die erste private Abtreibungsklinik eröffnet worden. Sie soll Frauen in Nordirland und auch Irland Schwangerschaftsabbrüche erleichtern. So sollen Abtreibungen bis in der neunten Woche möglich sein – allerdings nur, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, so wie es das Gesetz vorschreibe, ließ die Klinik mitteilen.

Die Abtreibungsgegnerin Bernadette Smyth befürchtet einen Ansturm und sagt, man müsse das ungeborene Leben schützen. In jede Schwangerschaft seien zwei Menschen involviert.

Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums wurden in Nordirland im vergangenen Jahr 43 Schwangerschaften beendet. Mehr als 1000 Nordirinnen reisten jedoch nach England oder Wales, um den Eingriff vornehmen zu lassen.

Die 23-jährige Suzanne Lee bestellte die Abtreibungspille im Internet, weil sie sich zu jung fühlte. Sie bedauert nur, dass sie bei diesem Schritt von den Behörden allein gelassen wurde.

Irland und der Nordteil zählen zu den Regionen mit den strengsten Abtreibungsregeln der Welt.