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Made in France: Der "sexy" Auftritt eines Ministers

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Made in France: Der "sexy" Auftritt eines Ministers

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In Frankreich sorgt der Auftritt von Industrieminister Arnaud Montebourg auf dem Titel eines französischen Magazins für Aufsehen. Er trägt ein langärmliges Matrosenhemd, hält einen Mixer und hat eine Uhr am Handgelenk – alle Produkte sind “Made in France”, hergestellt in Frankreich also. Der Minister will so französische Produkte fördern und Arbeitsplätze im Land sichern. Sein Auftritt sei sexy, meint die Chefin des Unternehmerverbands Medef, doch nicht jeder stimmt da zu.

Eine Passantin sagt, was viele denken: “Das sieht mehr nach dem Modemacher Jean-Paul Gaultier aus, ich persönlich hätte das wohl nicht gemacht.”

Das Hemd, das der Minister auf dem Titelbild des Magazins der Tageszeitung Le Parisien trägt, stammt von der bretonischen Firma Armor Lux, einem der letzten Hemdenproduzenten in Frankreich.

Unternehmenschef Jean-Guy Le Floc’h sagt: “Wir sind es noch nicht gewohnt, Made in France in die Produkte zu schreiben, denn vor zwei, drei, vier, fünf Jahren war es gut, global zu sein. Aber die Zeiten haben sich geändert und wir denken nun ernsthaft darüber nach, auf unsere Produkte zu schreiben, dass sie aus der Bretagne stammen.”

Der sozialistische Minister möchte außerdem gerne in Supermärkten spezielle Made-in-France-Bereiche für französische Produkte einrichten lassen. Er werde darum alle Supermarktketten anschreiben, sagte er dem Magazin, bei Bio-Ware habe es mit eigenen Regalen im Laden ja auch geklappt.