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Missbrauchs-Skandal bei US-Pfadfindern

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Missbrauchs-Skandal bei US-Pfadfindern

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Missbrauchs-Skandal in den USA: Über 1200 Jugendbetreuer der US-Pfadfinderorganisation Boy Scouts sollen Kinder und Jugendliche belästigt und sexuell missbraucht haben. Das geht aus tausenden vertraulichen Akten hervor, die die Organisation per richterlicher Anweisung herausgeben musste.

Es handelt sich um Fälle zwischen 1965 und 1985. Ein Anwalt der Kläger sagte: “Wir wollen erreichen, dass die Organisationen verstehen, wie Pädophile vorgehen, wie Kinderschänder Jugendorganisationen infiltrieren.”

Wayne Perry, Präsident von Boy Scouts betonte, die Organisation sei sicher und die Fälle gehörten der Vergangenheit an. “Ich bitte Eltern, sich die Programme anzuschauen und nicht die Vergangenheit zu beurteilen, sondern die Gegenwart. Und beurteilen Sie uns im Vergleich zu allen anderen Jugendorganisationen weltweit. Sie werden sehen, dass Ihre Kinder bei uns sicherer sind, als irgendwo anders, vielleicht sogar sicherer als zu Hause.”

Bereits seit 1910 sammelt die Organisation Informationen über Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen. Medienberichten zufolge vertuschte sie aber zahlreiche Fälle, um den guten Ruf zu wahren.