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Ruanda wird Mitglied des UN-Sicherheitsrats

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Ruanda wird Mitglied des UN-Sicherheitsrats

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Diie UN-Vollversammlung hat fünf neue, nichtständige Mitglieder in den Sicherheitsrat gewählt. Argentinien, Australien, Südkorea, Luxemburg und Ruanda treten ihr zweijähriges Mandat am ersten Januar an. Dass das ostafrikanische Ruanda mit von der Partie ist, sorgte auch für Kritik. So legte der Kongo vor der Abstimmung erfolglos Widerspruch ein. Ruanda sei nicht qualifiziert, es destablisiere den Kongo so die Begründung. Neben dieser Rolle, die es im Kongo spiele, sei Ruanda heute ein Paradies für alle Kriminellen, die im Ostkongo aktiv seien und international gesucht werden, erklärte Charlotte Omoy Malenga von der Vertretung des Kongo.

 Ruandas Außenmisterin Louise Mushikiwabo konterte: “Wir bringen eine Menge Erfahrung und eigene Ideen mit, wie wir für nachhaltige Stabilität im Kongo und der Region sorgen wollen.” Tatsächlich werfen aber auch die Vereinten Nationen Ruanda in einem Ende Mai veröffentlichten Bericht vor, im Krieg im Nachbarland Kongo mitzumischen. Ruanda unterstütze demnach die Rebel­len­gruppe M23 im Ost-Kongo mit Waf­fen und Rekru­ten. Der ruan­di­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter soll gar das Kom­mando über die Rebel­len über­nom­men haben.