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Ukraine: IEA rät zu neuer Energiestrategie

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Ukraine: IEA rät zu neuer Energiestrategie

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Der Gaspreis in der Ukraine ist zu tief und führt zu verschwenderischem Energieverbrauch. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor.

Die Behörde rät der Ukraine, ihren Verbrauch zu verringern und im eigenen Land mehr Gas zu fördern, um so die Abhängigkeit von Gasimporten zu reduzieren.

Bislang war die ukrainische Regierung davor zurückgeschreckt, aus Angst vor sozialen Konsequenzen.

Laut Marie Van der Hoeven, der Direktorin der IEA, wurde das bedacht: “Derzeit spiegelt der Gaspreis nicht die Förderkosten wider, der Preis muss also angepasst werden. Wir müssen aber auch darauf achten, dass die ärmeren Menschen den Anteil an Energie erhalten, der ihnen zusteht. Die Subventionen sollten also lediglich ihnen zugute kommen.”

Yuriy Boyko, der ukrainische Energieminister, erklärte: “Wir arbeiten an einer Reform der Subventionen und wir werden einen Weg finden, um die ärmeren Menschen zu unterstützen. Die Direktorin der IEA ist bereits darauf eingegangen. Doch die anderen Menschen, die dazu in der Lage sind, werden den normalen Marktpreis für Gas zahlen.”

Die IEA rät Kiew zudem, das Monopol des staatlichen Energiekonzerns Naftohas zu brechen und ausländische Investoren ins Land zu lassen. Der gesamte Energiesektor müsse umstrukuriert werden.