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Bombenanschlag in Beirut: Syrien wird verdächtigt

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Bombenanschlag in Beirut: Syrien wird verdächtigt

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Nach dem verheerenden Bombenanschlag in Beirut hat die libanesische Opposition den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad beschuldigt, hinter dem Attentat zu stecken. Sie forderte zudem die pro-syrische Regierung zum Rücktritt auf.

Bei der Explosion wurden acht Menschen getötet, unter ihnen der Chef des Polizeigeheimdienstes. Er galt als Gegner der syrischen Regierung. Den libanesischen Zeitungen zufolge ist der Frieden in Gefahr.

Viele Libanesen sind besorgt: “Unser Haus ist in der Nähe des Anschlagortes. Als es passierte, machten wir uns große Sorgen um unsere Kinder, die in der Schule und in der Universität waren. Dieses Attentat ist schrecklich, es ist ein Desaster.”

Die Bombe ging in einer belebten Straße hoch, mehr als 80 Menschen wurden verletzt. Bei vielen Libanesen weckte das Attentat Erinnerungen an die Sprengstoffanschläge zwischen 2004 und 2008. Schon damals kam der Verdacht auf, dass Syrien der Drahtzieher sein könnte.

Der syrische Konflikt greift zunehmend auf den Libanon über. Die Shiiten unterstützen al-Assad, während ein Großteil der Sunniten hinter den Rebellen steht.