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Libyen: Wiederaufbau schwieriger als Revolution

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Libyen: Wiederaufbau schwieriger als Revolution

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Ein Jahr nach dem Tod von Muammar al-Gaddafi gestaltet sich der Wiederaufbau in Libyen als schwierig. Gaddafi hinterließ ein Land ohne Verwaltungen und eine aufgelöste Polizei.

Die Milizen geben vielerorts noch den Ton an. Viele Libyer sagen, dass ihre Aufgabe getan sei und nun eine staatliche Polizei und Armee für Sicherheit sorgen sollten.

Gaddafis Tochter Aisha fordert unterdessen Gerechtigkeit. Ihr Anwalt Nick Kaufman sagte:
“Gaddafi wurde ermordet, für mich besteht kein Zweifel daran. Er wurde auf eine grausame und schreckliche Art und Weise ermordet. Die Menschen, die dieses Verbrechen begangen haben, müssen sich vor der Justiz verantworten, doch nicht nur die Täter, sondern auch ihre Befehlshaber.”

Vor genau einem Jahr haben die Aufständischen Gaddafi in Sirte gefangen genommen, misshandelt und anschließend erschossen. Das geht aus einem Bericht der Organisation Human Rights Watch hervor.
Die 66 Miglieder von Gaddafis Konvoi wurden offenbar hingerichtet. Washington fordert Aufklärung.

Libyen hat noch einen steinigen Weg vor sich, doch es gibt auch Grund zu feiern, die Parlamentswahl im Sommer war ein Erfolg und wirtschaftlich erholt sich das Land.