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Wachsender Rassismus in Griechenland

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Wachsender Rassismus in Griechenland

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In Griechenland schlagen Menschenrechtsorganisationen Alarm. Einwanderer und Asylbewerber würden in der Krise zur Zielscheibe, so ihr Vorwurf. Viele Zuwanderer würden in Lagern festgehalten, hätten derzeit aber keine Möglichkeit einen Antrag auf Asyl zu stellen.

Inmitten der Wirtschaftskrise, die die Gesellschaft spaltet, würden die Einwanderer zu Sündenböcken gemacht, erklärte Spiros Rizakis der Vorsitzende des Flüchtlingshilfswerks AITIMA. Es liege auf der Hand, dass ein derartiger Ansatz im Zusammenhang mit Einwanderern und Flüchtlingen, rassistische und extreme Meinungen verstärke. Die Situation sei so eskaliert, dass rassistische Übergriffe inzwischen an der Tagesordnung seien.

Tatsächlich ist das Thema Einwanderung seit den Wahlen im Juni besonders virulent. Damals erreichte die rechtsradikale Partei “Goldene Morgedämmerung” knapp sieben Prozent. Jüngsten Umfragen zufolge liegt die Zustimmung der Bevölkerung derzeit sorgar bei 14 Prozent. Die “Goldene Morgendämmerung” unterstützt gewalttätige Razzien gegen Ausländer. Erst vergangenen Donnerstag bezeichnete die Abgeordnete Eleni Zaroulia im Parlament Einwanderer als “Untermenschen.”