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Rajoys Politik bei Regionalwahlen auf dem Prüfstand

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Rajoys Politik bei Regionalwahlen auf dem Prüfstand

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Für den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy ist der heutige Sonntag von ganz besonderer Bedeutung. In zwei Regionen finden vorgezogene Wahlen statt. Dabei stellt sich vor allem eine Frage : Wird Rajoy für seine Sparpolitik von den Wählern in seiner Heimatregion Galizien abgestraft und verliert sine konservative Volkspartei PP die Mehrheit ? In den vergangenen Wochen und Monaten war der Protest gegen die drastischen Sparmaßnahmen in Spanien immer lauter geworden. Wenn man den Umfragen glauben darf, könnte es für Rajoys Partei jedoch knapp zu einer absoluten Mehrheit in Galizien reichen.

Auch im Baskenland werden heute Regionalwahlen abgehalten. Dort stehen die Zeichen auf Wechsel. Den bisher regierenden Sozialisten sagen die Meinungsforscher ein Debakel voraus.

Inigo Urkullu, dem Vorsitzenden der gemäßigten Nationalisten, werden die größten Chancen auf den Wahlsieg eingeräumt. Außerdem sind alle Augen auf die Separatisten gerichtet. Da die baskische Terrororganisation ETA ihren Gewaltverzicht erklärt hat, dürfen die Separatisten wieder Kandidaten aufstellen.

Laura Mintegui, Kandidatin der links-nationalen Bildu, könnte am stärksten von der Zulassung der Parteien profitieren, die den politischen Arm der ETA im Baskenland bilden.

Sowohl in Galizien als auch im Baskenland war die Wahlbeteiligung bisher geringer als noch vor vier Jahren. Insgesamt sind 4,1 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den beiden Regionen wahlberechtigt.