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Stimmungswahlen in Spanien

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Stimmungswahlen in Spanien

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Heute sind 4,1 Millionen Wahlberechtigte in den spanischen Regionen Baskenland und Galicien aufgerufen, neue Regionalparlamente zu wählen Doch tatsächlich steht wohl die Sparpolitik des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy auf dem Prüfstand, zumindest in Galicien, der Heimatregion des Regierungschefs. Rajoys konservative Volkspartei PP regiert dort seit 2009 mit nur einer Stimme Mehrheit. Doch nicht alle sind zufrieden mit der Marschroute der Riegierung: “Ich fühle mich vor allem verraten,” beklagte sich eine junge Langzeitarbeitslose. “Es gibt nichts, es wird immer schlimmer, alles wird teurer, es gibt keine Jobs, es wird jeden Tag schlimmer. Ich suche nach Jobangeboten, aber ich finde nichts.”

Im Baskenland droht den seit 2009 mit den Kopnservativen regierenden Sozialisten ein Debakel. Gespannt blicken die Spanier vor allem auf die Separatisten. Das Bündnis ‘Bildu’ durfte nach dem Gewaltverzicht der ETA erstmals Kandidaten aufstellen. Als Favoriten gelten aber die gemäßigten Nationalisten. Josune Gorospe, PNV-Kandidatin für das Regionalparlament erklärte: “Nach dem Waffenstillstand haben sich ganz neue Perspektiven eröffnet, in Bezug auf Frieden und Stabilität. Und auch die Wirtschaft kann wieder auferstehen.” In den vergangenen 50 Jahren prägte der Terror der Separatistenorganisation ETA die politische Szene.

Genau heute vor einem Jahr erklärte die ETA schließlich das definitive Ende ihrer bewaffneten Aktivitäten, legte die Waffen aber nicht nieder.