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Syrien: Anschlag überschattet Vermittlungsbemühung

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Syrien: Anschlag überschattet Vermittlungsbemühung

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Bei der Explosion einer Autobombe in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere
wurden verletzt.

Der Anschlag ereignete sich vor einer Polizeistation im christlichen Viertel Bab Tuma, das als regierungstreu gilt.

Das Attentat erschütterte die Stadt just als der syrische Präsident Baschar al-Assad sich mit dem
internationalen Syrien-Sondergesandten Lakhdar Brahimi traf. Brahimi will Armee und Rebellen dazu bewegen, während des anstehenden islamischen Opferfestes in der kommenden Woche die Waffen ruhen zu lassen. Die syrische Regierung steht dem Vorschlag zurückhaltend gegenüber und fordert Garantien von den Rebellen.

Brahimi erklärte: “Unser Ziel ist es, einen befristeten Waffenstillstand durchzusetzen. Wenn er tatsächlich eingehalten wird, können wir versuchen, den Waffenstillstand zu verlängern. Falls es nicht funktioniert, hoffe ich für das syrische Volk, dass wir eine andere Lösung finden werden.”

Brahimis Pläne für eine Waffenruhe werden von den USA und der Türkei unterstützt. Doch eine
regierungsnahe Zeitung räumt dem Vorhaben nur wenige Erfolgschancen ein.

Der bislang letzte Waffenstillstand war im April von Kofi Annan vermittelt worden und hielt nur wenige Tage.