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Zorn und Trauer in Beirut: Begräbnis von Al-Hassan

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Zorn und Trauer in Beirut: Begräbnis von Al-Hassan

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Zu dem Begräbnis des Geheimdienstchefs Wissam al-Hassan in Beirut werden heute Hunderttausende Menschen erwartet.

Al-Hassan war am vergangenen Freitag bei einem Bombenanschlag getötet worden. Er soll an der Seite des ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri bestattet werden.

Die Sicherheitsvorkehrungen in der libanesischen Hauptstadt wurden verstärkt. Viele machen Syrien für das Attentat verantwortlich und die Behörden rechnen mit Massenprotesten.

Ein Demonstrant erklärte: “Wir gehen heute auf die Straße, um zu zeigen, dass wir keine Angst haben, auch nicht vor Explosionen. Egal wie oft sie es versuchen, wir bleiben hier.” Viele sind von weit her angereist: “Wir kommen aus dem Norden des Landes und wir wollen die Nachricht verbreiten, dass Waffen nie über Stift und Papier siegen werden. Wissam al-Hassan kommt aus unserer Heimatregion und wir sind hier, um ihm das letzte Geleit zu geben.”

Seit dem Anschlag ist das Land in Aufruhr und viele fürchten, dass der Libanon in den Sog des Bürgerkriegs des benachbarten Syrien gerät.

Die Witwe und die beiden Söhne al-Hassans sind unterdessen aus Paris in den Libanon zurückgekehrt. Der General hatte sie nach Frankreich geschickt, aus Sorge um ihre Sicherheit.