Eilmeldung

Eilmeldung

Entführungsvorwürfe: Wie kam Putin-Gegner von Kiew nach Moskau?

Sie lesen gerade:

Entführungsvorwürfe: Wie kam Putin-Gegner von Kiew nach Moskau?

Schriftgrösse Aa Aa

Ein russisches Spezialkommando soll einen Gegner von Kremlchef Wladimir Putin in der Ukraine gefasst, gefoltert und nach Moskau verschleppt haben. Der Oppositionelle Leonid Raswosschajew habe zugegeben, Massenunruhen angezettelt zu haben, so Wladimir Markin, Sprecher der Ermittlungsbehörde in Moskau. Er habe sich selbst den russischen Behòrden gestellt. Die Foltervorwürfe würden geprüft.

Wladimir Markin:

“Am 21. Oktober wandte er sich an die Leitende Ermittlungsbehörde von Russland, mit einem schriftlichen Geständnis, in dem er ausführlich darüber informiert, dass er Massenunruhen in der russischen Föderation vorbereitet habe, zusammen mit Sergej Udalzow, Konstantin Lebedew und anderen.”

So seien blutige Unruhen am 6. Mai in Moskau bei Anti-Putin-Protesten geplant worden, finanziert vom georgischen Parlamentarier Giwi Targamadse.

Augenzeugen zufolge war Raswosschajew am vergangenen Freitag in Kiew in ein Auto gezerrt worden, er kam gerade aus der Vertretung des UN-Flüchtlingskommissariats. Dort hatte er sich um politisches Asyl bemüht.

Nun muss der Assistent des regierungskritischen Duma-Abgeordneten Ilja Ponomarjow zwei Monate in Untersuchungshaft.

Mit dpa, AFP