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Fremdgehen mit der Monsterfee

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Fremdgehen mit der Monsterfee

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Eigentlich ist der Italiener Mario Formenti Auftritte in großen Konzerthäusern gewohnt. Für das Berliner Festival “Foreign Affairs” spielte er in der Sperrmülllaube, drei Wochen lang, zwölf Stunden am Tag. Der Marathon im Recycling-Pavillon war ein Beitrag des grenzüberschreitenden Theater- und Performance-Festivals der Berliner Festspiele unter der Leitung der Belgierin Frie Leysen. Das vierwöchige Foreign-Affairs-Festival löst die bisherige auf mehrere Monate angesetzte spielzeit’europa ab und präsentiert in seiner ersten Ausgabe 22 Projekte von 19 Künstlern aus 15 Ländern.
Aus dem hohen Norden kam etwa die Isländerin Erna Ómarsdóttir mit einer Mischung aus Rockoper, Horrorfilm, Totentanz und Orgie: “We Saw Monsters”. Die Performance, bei der die Choreografin sich und ihrem Ensemble das Äußerste abverlangt sei eine Art Horrormärchen, “das an bekannte Geschichten erinnert, aber vielleicht auch eigene Erfahrungen und Ängste anspricht.” Das Festival “Foreign Affairs” geht bis zum 26. Oktober in Berlin.