Skip to main content

|

Es war vermutlich sein letzter Auftritt bei einer gemeinnützigen Veranstaltung: Lance Armstrong erschien zum Radrennen seiner Stiftung “Livestrong” in Austin, Texas.

Nach außen hin zeigte er sich gelassen, obwohl er seit einem Monat vor dem Scherbenhaufen seiner Karriere steht:
Die amerikanische Anti-Doping-Agentur spricht vom “ausgeklügelsten Dopingprogramm in der Geschichte des Sports”.

Der Mythos Armstrong begann 1999.
Der 28jährige hatte den Krebs besiegt und gewann das härteste Radrennen der Welt.

Er schien als Vorbild zu taugen, als lebendes Beispiel dafür, wieviel ein Mensch mit ausreichend Willenskraft erreichen kann.
Es klang auch zu schön: “Lasst uns den Sieg bei der Tour de France feiern, aber vor allem die Heilung vom Krebs,” erklärte Armstrong ganz oben auf dem Podest.

Dieser Mann war unschlagbar.
Auch durch die Art, wie er mit Härte sein Team führte, in dem ganz klar alle für ihn zu fahren hatten.
Nachdem er 2005 seine Karriere beendete, berichtete die französische Sportzeitung “L´Equipe” von eingefrorenen Urinproben aus dem Jahr 1999, in denen Epo nachgewiesen worden sei.

Dieses Dopingsmittel war erst seit 2001 nachweisbar.

Seither hatte der zurückgetretene Sportstar keine Ruhe mehr.
Eintausend Seiten lang ist am Ende der Bericht, den die amerikanische Anti-Doping-Agentur veröffentlicht.

Immer neue Enthüllungen machten die Runde: Dazu Geschichten über Bluttransfusionen und Corticoide.
Im Zentrum dieses Dopingsystems steht der italienische Arzt Michele Ferrari, der daran astronomische Summen verdient haben soll.

Ehemalige Teamgefährten von “US postal” wie Floyd Landis geben eigenes Doping zu und beschuldigen Armstrong.

Es tauchen Zeugenaussagen auf, in denen detailliert beschrieben wird, wie die Dopingsünder die Dopingfahnder austricksten.

Der erfolgreichste Radsportler aller Zeiten – am Ende nur der skrupelloseste Betrüger. Nun droht ihm auch die Rückzahlung von drei Millionen Euro Preisgeld.

Copyright © 2014 euronews

Mehr dazu:
|

Login
Bitte tragen Sie Ihre Logindaten ein