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Nach Kriegsdrohung: Südkorea bremst Nordkorea-Gegner

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Nach Kriegsdrohung: Südkorea bremst Nordkorea-Gegner

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Die südkoreanische Polizei hat mehrere Aktivisten daran gehindert, Propagandaflugblätter mit Ballons über die Grenze nach Nordkorea zu schicken. Polizisten riegelten gemeinsam mit Soldaten die Zufahrtswege zum geplanten Ausgangsort der Aktion ab.

Der Anführer der Nordkorea-Gegner, Park Sang-hak, rief: “Wir wollen diese Zettel, auf denen die Wahrheit und die Tatsachen stehen, an unsere 20 Millionen nordkoreanischen Brüder schicken. Warum steht unser Präsident Lee Myung-bak an der Seite von Kim Jong-il und Kim Jong-un, warum stoppt er uns?”

Derartige Flugblatt-Aktionen gibt es zwar immer wieder. Doch nachdem Nordkorea für den Fall, dass erneut Flyer geschickt werden, mit einem “gnadenlosen Militärschlag” gedroht hatte, griff die südkoreanische Regierung ein.

Der Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums in Seoul meinte, man habe die Organisatoren aufgerufen, sich mit Rücksicht auf die bilateralen Beziehungen doch zurückzuhalten.

Die Aktivisten aus dem Süden nutzen die Flugblätter, um ihre Nachbarn im kommunistischen Norden über das Weltgeschehen zu informieren und zum Sturz der Regierung in Pjöngjang aufzurufen.