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Obama und Romney rüsten sich zum letzten Gefecht

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Obama und Romney rüsten sich zum letzten Gefecht

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An der Lynn-Universität in Boca Raton/Florida laufen die letzten Vorbereitungen für das dritte und letzte Fernsehduell der US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten. Einziges Thema: Außenpolitik. Präsident Barack Obama gilt als Favorit. Anders als die Strategen um Herausforderer Mitt Romney, gestehen Analysten dem Präsidenten durchaus Erfolge jenseits der US-Grenzen zu.

Jordan Tama (American University): “Er war erfolgreich darin, die Anführer von Al-Kaida in Pakistan und im Jemen zu töten, ganz vorne natürlich Osama bin Laden. Und er hat das US-Militär im Nahen Osten verringert.”

Obama hat einerseits die Truppen in Afghanistan auf 100 000 Mann verdoppelt, andererseits einen Abzugstermin festgesteckt und sich ansonsten auf verdeckten Operationen und Drohnenattacken konzentriert.

James Mann (John Hopkins University): “Bush wollte eine derartige Militärmacht aufbauen, dass jeder Staatschef auf der Welt verrückt wäre, auch nur zu versuchen, dem gleichzukommen. Obama hat eine wesentlich gemäßigtere Version amerikanischer Macht vertreten.”

Das Thema Außenpolitik gilt dagegen nicht als wahlentscheidend und wird am engen Rennen der Kandidaten wohl wenig ändern.

Stefan Grobe: “Keine Frage, Obama hat das Ansehen Amerikas in der Welt nach den Bush-Jahren verbessert. Vor allem in West-Europa bleibt er enorm beliebt, allerdings nicht so sehr in Ost-Europa. Im Nahen Osten wird er nur als weiterer US-Präsident angesehen, der daran gescheitert ist, den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen.”