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Separatistenerfolg bei Wahlen im Baskenland

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Separatistenerfolg bei Wahlen im Baskenland

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Bei den Regionalwahlen im Baskenland haben die Nationalisten einen klaren Erfolg errungen. Das Separatisten-Bündnis Bildu, das nach dem Gewaltverzicht der ETA erstmals Kandidaten aufstellen durfte, kam auf Anhieb auf 21 der insgesamt 75 Mandate. Stärkste Partei wurden aber die gemäßigten Nationalisten von der PNV. Sie verloren drei Mandaten und kamen auf 27 Sitze.

“Heute, wie gestern und morgen, befinden wir uns in einer Finanzkrise mit steigender Arbeitslosigkeit und Armut. Wir haben in unseren Institutionen finanzielle Probleme. Heute, wie gestern und morgen, stehen wir vor dem Problem, einen endgültigen Frieden und die Bedingungen für Koexistenz im Baskenland aufzubauen”, erklärte PNV-Chef Inigo Urkullu.

In ihrer Hochburg Galicien konnte die in Madrid regierende Volkspartei ihre absolute Mehrheit noch ausbauen. Sie sieht in dem Wahlergebnis eine Unterstützung für die drastische Sparpolitik von Ministerpräsident Mariano Rajoy, der aus Galicien stammt.

“Es ist nicht normal, dass eine Regierung in einer Krise so große Unterstützung erfährt wie wir heute”, freute sich der galicische Ministerpräsident Alberto Núñez Feijóo.

Die Sozialisten erlitten knapp ein Jahr nach dem Debakel bei der Parlamentswahl in beiden Regionen erneut drastische Einbußen. Die Wahlbeteiligung war deutlich geringer als vor drei Jahren. Dies wird als Anzeichen für eine zunehmende Enttäuschung über die Politik der großen Parteien gewertet.