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10 Jahre danach: Woran starben die Geiseln im Dubrowka-Theater?

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10 Jahre danach: Woran starben die Geiseln im Dubrowka-Theater?

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Vor genau zehn Jahren, am 23. Oktober 2002, besetzten 40 tschetschenische Separatisten das Dubrowka-Musicaltheater in Moskau. Bis zu 916 Menschen geraten in ihre Gewalt, auch Kinder. Sie hatten sich das Musical “Nord-Ost” ansehen wollen, eine Liebesgeschichte.

58 Stunden später stürmt eine Spezialeinheit das Theater. Zuvor hat sie über die Belüftungsanlage Giftgas ins Innere geleitet. Die Besetzer hatten gedroht, die Geiseln zu töten, wenn die russischen Truppen nicht sofort und bedingungslos aus Tschetschenien zurückgezogen würden.

Ein Speznaz-Vympel-Veteran:

“Das war die einzige Möglichkeit, wenigstens irgendjemanden zu retten.”

Die Befreiungsaktion ist immer noch ein Trauma für viele. Die Geiselnehmer sterben und mehr als 130 Geiseln, die meisten von ihnen durch das – bisher von den Behörden immer noch nicht identifizierte – Gas und nicht durch die Hand der Besetzer. Bei vielen Überlebenden sind Gehirn, Ohren und Augen geschädigt.

Nach einer Umfrage von 2010 glauben nur neun Prozent der Russen, dass die Behörden alles gesagt haben, was damals passiert ist.

Mit RiaNovosti