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Frauen in Norwegen scheitern nicht an der sogenannten gläsernen Decke. Denn dort beschloss die Regierung bereits 2003 eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent in allen börsennotierten Unternehmen. In der EU hingegen hat ein gesetzlich geregelter Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der Konzerne zur Zeit keine Chance. Justiz-Kommissarin Viviane Reding ist mit ihrem Vorstoß vorerst gescheitert. Die Kommission konnte sich nicht auf eine EU-weite Quote einigen. “Wir kämpfen seit 100 Jahren, auf eine oder zwei Wochen mehr kommt es nicht darauf an”, so Reding. Sie wolle einen guten Gesetzesentwurf, der Rechtsdienst der Kommission brauche mehr Zeit.

Nur sieben der 27 Kommissare stellten sich hinter Reding. Befürchtet werden rechtliche Probleme bei der Auslegung des Entwurfs sowie Nachteile für Unternehmen. “Es stimmt, dass wir mehr Frauen in den Aufsichtsräten brauchen”, meint die dänische Europaparlamentarierin Britta Thomsen. “Meinungsunterschiede gibt es beim Kapitel Methoden der Duchsetzung.” Die Abgeordnete Marina Yannakoudakis aus Großbritannien ist überzeugt, dass die Debatte über die Quote mehr als notwendig ist. “Doch jedes Land sollte Lösungen suchen, die mit seiner Wirtschaft und seinen Lebensformen übereinstimmen.” Bereits Mitte November steht das Thema erneut auf der Agenda.

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