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Obama und Romney bekriegen sich in der Außenpolitik

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Obama und Romney bekriegen sich in der Außenpolitik

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Zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA haben sich Präsident Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Gouverneur Mitt Romney einen harten außenpolitischen Schlagabtausch geliefert. Bei der Debatte in Boca Raton im Bundesstaat Florida, der zu den wahlentscheidenden Bundesstaaten zählt, gaben sich beide angriffslustig:

“Wir können uns nicht aus diesem Schlamassel herauskillen. Wir brauchen eine umfassende, robuste Strategie, um der Islamischen Welt und anderen Teilen der Welt zu helfen, radikalen, gewalttätigen Extremismus zurückzuweisen”, forderte Romney.

“Gouverneur Romney, ich bin froh, dass sie in Al Kaida eine Gefahr sehen, denn noch vor einigen Monaten haben Sie auf die Frage nach der größten geopolitischen Bedrohung der USA geantwortet “Russland”. Nicht Al Kaida, Sie sagten Russland. Wenn es um unsere Außenpolitik geht, scheinen Sie die Außenpolitik der 1980er Jahre importieren zu wollen”, warf Obama Romney vor.

“Mich anzugreifen, ist kein Wahlprogramm. Damit können wir die Herausforderungen im Nahen Osten nicht bewältigen und die Möglichkeiten in der Region ausschöpfen und die Welle der Gewalt zu stoppen”, erwiderte Romney.

“Ich weiß, dass Sie nicht in der Lage waren, außenpolitische Entscheidungen treffen zu müssen, aber wann immer sie eine Meinung geäußert haben, lagen Sie daneben. Sie sagten, wir sollten in den Irak gehen, obwohl es dort keine Massenvernichtungswaffen gab”, sagte Obama.

Einer Blitzumfrage des Fernsehsenders CBS unter bislang unentschiedenen Wähler zufolge, sahen 53 % der Befragten Präsident Obama als Sieger, 23% Romney.