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Türkische Schulen als PKK-Zielscheibe

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Türkische Schulen als PKK-Zielscheibe

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PKK-Anhänger sollen eine Grundschule in der südostlichen türkischen Provinz Van angezündet haben. Nach Medienberichten schlugen die Täter zunächst ein Fenster ein, um in das Gebäude zu gelangen. Dann schütteten sie Benzin in vier Schulräume und legten Feuer.

Laut lokalen Medien beschmierten die Täter die Schulwände mit Aussagen wie „entweder Muttersprache oder nichts” und „es lebe die PKK”.

Auf ähnliche Weise waren in den vergangenen zwei Wochen mehr als 20 Schulen angegriffen worden. Dabei wurden bisher mindestens zwei Lehrer und mehrere Schüler verletzt. Die Schauplätze: Meist im Südosten des Landes.

Im August hatte ein Führungsmitglied des militärischen Flügels der Arbeiterpartei Kurdistans PKK die Kurden in der Türkei aufgerufen, ihre Kinder nicht mehr in staatliche Schulen zu schicken und auch nicht mehr zum Militär. Diese Institutionen gelten als Mittel zur Assimilation der bis zu
15 Millionen Kurden.

Am vergangenen Mittwoch kidnappten PKK-Anhänger nach Medienberichten in der osttürkischen Provinz Iğdır sechs Lehrer einer Grundschule. Nach Widerstand in der Bevölkerung kamen sie nach einer Stunde frei.

Die türkische Regierung beschuldigt Syrien, hinter der jüngsten Gewaltwelle zu stecken.

In den letzten beiden Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts wurden schätzungsweise mindestens 100 Lehrer von PKK-Anhängern ermordet.
Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Mit Reuters, Todays Zaman