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Belgien: Ford will Werk in Genk dichtmachen

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Belgien: Ford will Werk in Genk dichtmachen

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Der amerikanische Autobauer Ford will sein Werk im belgischen Genk Ende 2013, spätestens Anfang 2014 dichtmachen. Insgesamt arbeiten hier 4300 Menschen, mehr als 10 000 Stellen bei Subunternehmen wären ebenfalls betroffen. Hunderte Mitarbeiter versammelten sich bereits am Morgen vor den Genker Werkshallen zum Protest.

Der Arbeiter Elbashir Zidan: “Ich hoffe, die Verantwortlichen werden heute nacht gut schlafen. So viele Familien sind auf den Straßen, wie sollen ihre Kinder jetzt zur Schule gehen, wie sollen sie mal studieren und lernen? Das ist die große Frage.”

Der Arbeiter Corrado De Quinzo: “Was hier passiert, ist schrecklich für uns. Ich bin jung und will eine Zukunft haben. Es wird schwer, wenn Zehntausende ihren Job verlieren.”

Schon seit Tagen hatten entsprechende Gerüchte die Runde gemacht, nun kam die offizielle Bestätigung von Ford Europe. Das Werk in Genk ist der wichtigste Arbeitgeber in der flämischen Provinz Limburg. In den vergangenen 50 Jahren wurden hier 14 Millionen Wagen gebaut. Derzeit laufen hier die Modelle Mondeo, S-Max und Galaxy vom Band. Ford leidet in Europa an Absatzschwierigkeiten und will darum die Produktion herunterfahren. Durch die Schließung des Werks würde der Autobauer gut 380 Millionen Euro einsparen.