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Boxer Vitali Klitschko im Wahlkampf

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Boxer Vitali Klitschko im Wahlkampf

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Als Boxer ist er ungeschlagen – in der Politik hat er auch schon Niederlagen einstecken müssen.
Vitali, der ältere der Klitschko-Brüder hat sich schon vergeblich um das Bürgermeisteramt von Kiew beworben. Und dabei hat er gelernt.
Nun hat er seine eigene Partei gegründet mit dem treffenden Namen “Schlag”. UDAR – auf Ukrainisch.
Man kann das auch buchstabieren als:
“Ukrainische demokratische Allianz für Reformen.”
Koalitionen will er keine eingehen.
Er sieht die heutige Ukraine als eines der korruptesten Länder an und will deshalb im Parlament mit seiner Partei Entscheidendes ändern.
Der Politik-Neuling, dem vor allem junge Leute zuhören, berichtet von einem schwierigen Wahlkampf. Es kommt vor, dass seiner Partei kein Saal vermietet wird und wenn doch, dann wird der Strom abgedreht….Klitschko sagt: “Wir wollen das Land reinigen. Wer seine Aufgaben nicht erfüllt, soll gehen. Wir bringen andere Prinzipien mit und andere Leute – die junge Generation.”
Vitali Klitschko will die politische mit der sportlichen Karriere verbinden. Rund 5 Millionen Euro aus seinen Sporteinnahmen hat er in den Parlamentswahlkampf seiner Partei gesteckt. Mit 5 Schlägen will seine Partei das Leben der Ukrainer verbessern: gegen Korruption, für mehr Mitbestimmung, lokale Selbstverwaltung, für europäische Standards. Das wichtigste seiner 5 Ziele ist der Kampf gegen die Ungleichheit, er will gleiche Chancen für alle, unabhängig von Titeln und Beziehungen. Jeder Bürger soll vor dem Gesetz gleich sein.
Natürlich verhelfen ihm die sportlichen Erfolge zu der für einen Politiker nunmal unerlässliche Bekanntheit. Vitali Klitschko will seine Vorstellung von Fairness auch in die Politik tragen.