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Brüssel plant neues Programm für Bedürftige

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Brüssel plant neues Programm für Bedürftige

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Die Europäische Kommission will in den kommenden sieben Jahren 2,5 Milliarden Euro für Bedürftige ausgeben. Das Geld soll für die Grundversorgung, also vor allem für Nahrung und Kleidung zur Verfügung stehen. 85 Prozent davon sollen aus dem europäischen Budget kommen, der Rest aus den nationalen Haushalten. “Es reicht natürlich nicht und hat auch nie gereicht”, so Sozialkommissar Laszlo Andor. “Wichtig aber ist, dass hier ein Instrument der EU mit anderen Instrumenten, mit denen der Mitgliedsstaaten oder denen von Organisationen der Zivilgesellschaft zusammenwirken kann und dass Bedürftigen geholfen wird.” Das neue Programm soll ab 2014 das derzeitige ersetzen, dass einige EU-Staaten, darunter Großbritannien, die Niederlande und Deutschland, nicht mehr mittragen wollen. “Wir hoffen, dass die EU mit diesem Fonds zugleich ein Zeichen für die Ärmsten der Armen setzt”, meint der Europachef der Hilfsorganisation Caritas. “Und wir gehen davon aus, dass weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden können, wenn sich die Situation verschlechtert.” Die 27 Mitgliedsstaaten wollen dem neuen Programm und seinen finanziellen Mitteln Ende November zustimmen. Erhebungen zufolge leiden in der EU rund 40 Millionen Bürger unter großer materieller Armut.