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Donaudelta in Gefahr

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Donaudelta in Gefahr

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Es ist das größte Sumpfgebiet Europas und Lebensraum für Tausende Tier- und Pflanzenarten: Das rumänische Donaudelta. Seit 20 Jahren gehört das Naturparadies auch zum UNESCO-Weltnaturerbe, doch das Delta ist in Gefahr.
Wirtschaftliche Interessen bedrohen das letzte große Rückzugsgebiet der europäischen Sumpfvögel sowie die fast 2.000 Pflanzen- und 130 Fischarten, die es hier gibt.
Die Umweltschutzorganisation “Save The Delta” ist angetreten, diese Reichtümer der Natur zu bewahren.
Liviu Mihai: “Das Delta hat sehr schwierige Phasen erlebt, die deutliche Spuren hinterlassen haben, den Raubbau während der kommunistischen Diktatur und den ungezügelten Wirtschaftsboom nach der Wende. Im Kommunismus hatte man hier gigantische Pläne, um das Delta trocken zu legen. Ein 80 Hektar großes Gebiet wurde entwässert für die Ansiedlung von Industriekomplexen. Darauf folgten die Jahre des ungezügelten Kapitalismus. Alles geschah immer nur im Namen des Profits. Der große Verlierer ist in jedem Fall die Umwelt.”
Die Umweltaktivisten fahren von Dorf zu Dorf, um Bewohner des Deltas in persönlichen Gesprächen über die Gefahren aufzuklären. Eines der großen Probleme ist die Müllentsorgung, die hat eine Verschmutzung des Donauwassers zur Folge. Leidtragend sind nicht nur Fauna und Flora, sondern auch die örtlichen Fischer.
Die einzigartige Naturlandschaft für künftige Generationen zu erhalten ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten – die Zeit drängt.