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Peugeot braucht Hilfe vom französischen Staat

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Peugeot braucht Hilfe vom französischen Staat

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Der französische Autobauer Peugeot Citroen kommt nicht aus der Krise. Im dritten Quartal gingen die Verkaufszahlen im Vorjahresvergleich um rund vier Prozent auf fast 13 Milliarden zurück. Seit Jahresbeginn brach der Absatz auf dem europäischen Markt um 13 Prozent ein; der Konzern verbrennt pro Monat rund 200 Millionen Euro. Mittlerweile wird sogar eine Fusion der Autosparte mit dem deutschen Rivalen Opel diskutiert.

Und auch die französische Regierung greift dem Autobauer unter die Arme: Paris soll in den kommenden Jahren für Kredite der Autobank Banque PSA Finance in Höhe von bis zu sieben Milliarden Euro haften. Damit soll verhindert werden, dass der Konzern auf Ramschniveau herabgestuft wird. Im Gegenzug fordert die Regierung eine Reduzierung der angekündigten 8.000 Kündigungen sowie einen Sitz im Aufsichtsrat. Es ist der erste staatliche Eingriff in die französische Autoindustrie seit dem Rettungspaket für Peugeot Citroen und Renault vor rund drei Jahren.

Die Peugeot-Aktie reagierte mit schweren Verlusten: sie fiel zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit 1986.