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"Erasmus" droht das Geld auszugehen

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"Erasmus" droht das Geld auszugehen

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Dem europäischen Studentenaustausch-Programm Erasmus droht das Geld auszugehen. Es ermöglicht jedes Jahr rund 200 000 Studierenden einen Auslandsaufenthalt an einer europäischen Partner-Universität. Daran beteiligt sind mehr als 30 Staaten, auch solche die nicht zur Europäischen Union gehören, darunter die Türkei. “Jeder, der es verdient, erhält zur Zeit das Stipendium”, sagt eine spanische Erasmus-Studentin in Brüssel. “Werden die Stipendien aber gekürzt, können sich nur noch finanziell Bessergestellte einen Auslandsaufenthalt leisten.” Die EU-Kommission beantragte für das laufende Jahr einen Nachtragshaushalt in Höhe von neun Milliarden Euro. Benötigt wird das Geld nicht allein für das Erasmus-Programm sondern auch zur Unterstützung ärmerer Mitgliedsstaaten. “Glücklicherweise sind bis zum Ende dieses Jahres die Auslandsaufenthalte der Studierenden gesichert”, sagt Haushalts-Kommissar Janusz Lewandowski. “Doch wir brauchen mehr Geld, um auch 2013 für die Mobilität der Studierenden sorgen zu können.” Das Erasmus-Programm gibt es seit einem Vierteljahrhundert. Seither haben mehr als drei Millionen junge Leute von Auslandsaufenthalten zwischen drei und zwölf Monaten profitiert. “Diese Erfahrung lässt uns reifer werden”, meint eine andere Erasmus-Studentin. “Wir lernen Leute kennen und können ein Jahr lang im Ausland studieren. Alle sollten das Programm nutzen.”