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Europaabgeordnete sprechen sich erneut für Brüssel aus

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Europaabgeordnete sprechen sich erneut für Brüssel aus

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Etwa 180 Millionen Euro pro Jahr kostet das Pendeln der Europaabgeordneten zwischen Brüssel und Straßburg. Offizieller Sitz des Parlaments ist Straßburg, wo jährlich zwölf Plenarsitzungen stattfinden. Ausschüsse und Fraktionen aber tagen in Brüssel. single.seat ist eine der Initiativen der Abgeordneten, den Sitz nach Brüssel zu verlegen. “Das politische Zuhause des Europaparlaments ist Brüssel”, meint der britische Liberale Edward McMillan-Scott. “Dort sind die Kommission, der Rat, der diplomatische Dienst der EU, die diplomatischen Vertretungen, die NGO, die Handelsvertretungen beheimatet. Brüssel ist das Herz der EU.” Vieles spricht somit für Brüssel. Doch Straßburg ist als Sitz in den EU-Verträgen festgeschrieben. Und einige Abgeordnete, darunter die frühere Bürgermeisterin der Stadt, Catherine Trautmann, sind dagegen: “Ich widerspreche, wenn mit dem CO2-Ausstoß argumentiert wird oder wenn es um die Kosten für die Reisen nach Straßburg geht. Die Abgeordneten müssen nach Brüssel reisen, weil dort die Ausschüsse tagen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das Parlament in Straßburg seinen Ursprung hat und dass es dort zu den Vollversammlungen zusammenkommt.” Eine große Mehrheit der Abgeordneten sprach sich erneut für Brüssel als einzigen Sitz des Parlaments aus. “Bis auf weiteres werden die Abgeordneten aber nach wie vor nach Straßburg pendeln”, so unser Korrespondent Enrico Bona. “Denn das Dach des Brüsseler Plenarsaals ist beschädigt und muss repariert werden.”