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Lage in Tripoli entspannt sich

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Lage in Tripoli entspannt sich

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Nach zwei Tagen Kämpfen ist in der libanesischen Hafenstadt Tripoli gespannte Ruhe eingekehrt. Sunniten und Alawiten haben sich bekämpft, entlang der Fronten des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien.

Eine Sunnitin beklagt den Tod ihres Sohnes: “Mein Sohn ging durch den Stadtteil Abu Issam. Er kaufte Kuchen, und dann wurde er von einem Scharfschützen erschossen. Die Kugel durchschlug seinen Körper und sein Herz hörte auf zu schlagen”, klagt eine sunnitische Mutter.

In Syrien wird der Aufstand von Sunniten getragen. Präsident Assad gehört der Alawitischen Minderheit an. Die Alawiten im Tripoli fühlen sich von Sunniten bedroht und warnen vor einer Eskalation.

“Es ist nicht das Vorhandensein von Waffen. Wir sind eine Minderheit. Wenn es nicht einen starken Staat, eine starke libanesische Armee, und Garantien für das Überleben unseres Landes gibt, werden wir unsere Waffen nicht niederlegen”, sagt6 der Alawitenführer Rifaat Aid.

“Es gibt viele Straßen, die Alawiten und Sunniten trennen. Wenn die Zusammenstöße nicht aufhören, ist die Zukunft unvorhersehbar. Religiöse Konflikte und mit ihnen die Leiden der Menschen werden wachsen. Für die meisten wäre das wie ein Selbstmord”, meint der euronews-Reporter.