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Natürlich greifen mit der bionischen Handprothese
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Britische Ingenieure haben eine gedankengesteuerte bionische Handprothese entwickelt, die laut ihren Angaben sehr leistungsstark, aber trotzdem billig genug ist, um den Bedürfnissen eines Massenmarkts gerecht zu werden.

Mike Swainger macht sich vertraut mit seiner neuen Prothese: Dank einzelner Motoren in jedem Finger kann er mit der Handprothese sehr koordiniert und natürlich greifen. Er bewältigt schwierige Aufgaben wie das Schnüren seiner Schuhe damit. Die bionische Hand wurde in Leeds bei der Firma RSL Steeper entwickelt, einem Unternehmen, das sich auf Prothetik spezialisiert hat.

Ted Varley, Operations Director bei RSL Steeper:
“Wir haben versucht, mit unserem Design so nah wie möglich an die menschliche Form zu kommen. Die Handprothesen, die derzeit auf dem Markt existieren, können nur eine einzige Griffbewegung ausführen, einen Standardgriff, während unsere Hand mehrgelenkig ist: Sie kann ein Weinglas genauso einfach halten, wie eine Pampelmuse oder etwas Ähnliches.”

Im Arm des Amputierten gibt es zwei kleine Sensoren und dank Muskelsignalen wird die Hand auf bemerkenswert natürliche Art bewegt.

Mikroprozessoren überwachen kontinuierlich die Position eines jeden Fingers, sodass der Amputierte eine präzise Kontrolle über seine Handbewegungen hat. Selbst kleine Objekte sind kein Problem mehr.

Ted Varley: “Wir haben einen weiteren Satz von Griffen entwickelt, für spezielle Arbeiten wie das Drücken einer Sprühflasche oder einen Mausgriff, damit die Menschen tatsächlich die Computermaus halten und Klicks damit machen können.”

RSL Steepers firmeneigene Marktforschung gibt an, dass es 130.000 Menschen mit Amputationen in der westlichen Welt gebe. Etwa fünf Prozent davon betreffen Hände und Arme. Es ist ein kleiner Markt, in dem es schwierig ist, die Zukunft der bionischen Hand vorherzusagen.

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