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Ost-West-Konflikt vor ukrainischer Parlamentswahl

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Ost-West-Konflikt vor ukrainischer Parlamentswahl

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Drei Tage vor der Parlamentswahl ist die Ukraine tief gespalten.

In Donetsk im Osten des Landes steht die große Mehrheit der Wähler hinter Präsident Viktor Janukowitsch und seiner Partei der Regionen, wenngleich auch nicht immer kritiklos.

“In den vergangenen 20 Jahren ist hier nicht so viel erreicht worden”, sagt ein pensionierter Bergarbeiter. “Aber immerhin sind Schulen, Kindergärten, Straßen und der Flughafen gebaut worden. Das Nötigste wurde also getan und deswegen ist meine einzige Hoffnung die Partei der Regionen.”

“Ich bin enttäuscht von ihnen, aus vielen Gründen”, beschwert sich eine ältere Frau. “Meine Rente ist mehr als bescheiden und höher wird die nicht mehr. Ich bin 70 und arbeite noch immer, ich arbeite jetzt schon seit 50 Jahren.”

Über 1.000 Kilometer weiter westlich werden andere Töne angeschlagen. Hier ist die Unterstützung für die pro-westliche Opposition groß.

“Ich erwarte, dass die Opposition gewinnt. Zumindest hoffe ich das und dass es Stück für Stück besser wird bei uns im Land”, so ein junger Mann.

Ein anderer zeigt sich pessimistisch und sagt: “Ich zweifle, dass sich hier politisch irgendwas ändern wird. Schon gar nicht, dass es besser wird.”

Die Anführerin der Opposition, Julia Timoshenko, sitzt im Gefängnis und fehlt als charismatische Figur im Wahlkampf.

Die Hoffnungen vieler Regierungsgegner ruhen deswegen auf der Partei von Box-Champion Vitali Klitschko.