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Peugeot will mit von Entlassung bedrohter Belegschaft verhandeln

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Peugeot will mit von Entlassung bedrohter Belegschaft verhandeln

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In die Proteste um den Erhalt von Arbeitsplätzen beim französischen Autobauer Peugeot ist Bewegung gekommen.

Der Vorstand des Konzerns hat Bereitschaft signalisiert, Verhandlungen mit den Arbeitern des Werkes Aulnay aufzunehmen.

Am Morgen hatten diese gegen dessen geplante Schließung demonstriert.

“Wir haben es hier mit einer hartnäckigen Konzernleitung zu tun, die über nichts aber auch gar nichts verhandeln will”, so ein Gewerkschaftsführer. “Aber die Arbeiter haben Einheit bewiesen und wir haben den Vorstand in seine Schranken gewiesen. Wir sind zufrieden und haben einen wichtigen Punktsieg errungen.”

Für Peugeot jedoch ist das Ende des Werkes vor den Toren von Paris besiegelt und auch nicht mehr umzukehren.

“Wir müssen den Standort Aulnay schließen”, so Vorstandsvorsitzender Philippe Varin. “Davon werden 8.000 Arbeitsplätze betroffen sein. Aber wir haben von Anfang an gesagt, dass uns daran gelegen ist, dass diese Schließung sozialverträglich abläuft.”

Der angeschlagene Peugeot-Konzern bekommt Staatshilfen für seine Finanztochter PSA Finance.

Frankreich will mit bis zu sieben Milliarden Euro für die Emission von Anleihen garantieren, hatte das Unternehmen gestern in Paris erklärt.