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Syrische Waffenruhe mit Wenn und Aber

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Syrische Waffenruhe mit Wenn und Aber

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Zum wichtigsten islamischen Fest sollen in Syrien die Waffen von diesem Freitag an vier Tage lang schweigen. Die syrische Armee stimmte der vom UN-Sicherheitsrat unterstützten Waffenruhe zu. Sie soll mit Beginn des Opferfestes Eid al-Adha in Kraft treten.

Die Armee hat sich in einer Erklärung im Staatsfernsehen allerdings vorbehalten, bei Anschlägen und Angriffen zurückzuschlagen. Auch “Terroristen” würden angegriffen, wenn sie die Lage ausnutzten, um sich Waffen zu beschaffen. Oder Kämpfer, die aus Nachbarländern über die Grenze kämen.

Die bewaffnete Opposition hatte sich bereits zuvor mit dem Vorschlag des UN-Vermittlers Lakhdar Brahimi einverstanden erklärt, über die Feiertage das Töten einzustellen. Allerdings nur, wenn wirklich Ruhe sei. Und die Terrorgruppe Al-Nusra-Front hat angekündigt, dass für sie eine Vereinbarung mit der syrischen Regierung nicht gelte.

Im Vorfeld der Feuerpause berichteten beide Seiten über heftige Kämpfe, unter anderem im Großraum Damaskus, in Aleppo und Idlib.

UN-Vermittler Brahimi hofft, dass das vorläufige Ende der Gefechte den Beginn einer politischen Lösung markieren wird.

Mit dpa, Reuters, AFP