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Berlusconi, die Politik und die Justiz: Wer ist der Gockel, wer die Henne und wer das Ei?

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Berlusconi, die Politik und die Justiz: Wer ist der Gockel, wer die Henne und wer das Ei?

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„Ich bin die am meisten von der Justiz verfolgte Person aller Zeiten und auf der ganzen Welt,“ sagte Silvio Berlusconi vor drei Jahren. Da war die Sache mit dem minderjährigen Partygirl Ruby noch gar nicht richtig ins Rollen gekommen.

20 Jahre in der Politik, 20 Jahre vor Gericht: Italiens Ex-Ministerpräsident geht in Justizgebäuden ein und aus wie früher in seinem Amtssitz.

Steuerbetrug, Meineid, Schmiergeldzahlungen –
hier der bestochene britische Anwalt
David Mills – vieles wurde in mehr als 30 Strafverfahren nachgewiesen – zu einer definitiven Strafe (3. Grades) reichte es bisher nie.

Er werde so oft beschuldigt wegen seiner politischen Bedeutung, sagen seine Freunde. Für Gegner ist das Gegenteil wahr: Er sei nur in die Politik gegangen, um den Richtern zu entkommen.

Mit der Politik ist der 76jährige vorerst fertig. Er tritt nicht mehr an bei der nächsten Wahl im April.

Vor Gericht geht es noch um Unipol – geschäftsschädigende Indiskretion – und um Ruby, hier heißen die möglichen Delikte bezahlter Sex mit einer Minderjährigen und Amtsmissbrauch.
Berlusconi streitet alles ab.
Außerdem habe er Ruby für 24 gehalten.

Mit dpa, Reuters